E 422

E-Nummern dienen in Europa der Kennzeichnung von Lebensmittelzusatzstoffen in chemisch, physikalisch oder physiologisch bearbeiteter Nahrung.

Bei Lebensmittelzusatzstoffen handelt es sich um Verbindungen, die beigefügt werden, um einen gewünschten Effekt wie Farbveränderung, Geschmacksverstärkung oder Verlängerung der Haltbarkeit zu erzielen und eine störungsfreie Produktion zu gewährleisten. Die Lebensmittelzusatzstoffe sind in den meisten Fällen synthetisch, können aber auch einen natürlichen Ursprung haben und mit ebensolchen Eigenschaften als Wirkstoff funktionieren.

Verwendung von Glycerin E 422 zum Beispiel in Kaugummis
 

Um nun diese verschiedenen offiziell zugelassenen Substanzen zu bestimmen, zu ordnen und zu katalogisieren, vergibt die Europäische Union E-Nummer (der Buchstabe E steht hier einerseits für das E von EU, andererseits für "edible" = "essbar"), die in allen Ländern des Staatenverbunds gelten. Eine Zulassung und Vergabe der Nummer erfolgt nur dann, wenn keine Gesundheitsrisiken beim Verzehr bestehen, der jeweilige Lebensmittelzusatzstoff für die Produktion unbedingt notwendig ist und die Verwendung zu keiner Täuschung des Konsumenten führt. 

E-Nummern müssen auf dem Produkt deutlich kenntlich gemacht werden. Um die Zuweisung angefragt wird bei der "Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit", wobei ein Dokument vorgelegt werden muss, das die Unbedenklichkeit der Substanz seitens der wissenschaftlichen Forschung nachweist und bestätigt. Die erlaubte Tagesdosis des jeweiligen Lebensmittelzusatzstoffes darf in einem Produkt nicht überschritten werden.

Der größte Vorteil der E-Nummern ist die einfache Kennzeichnung und der Umstand, dass die Substanzen zuerst geprüft und dann erst registriert werden - jedes Land in der EU muss sich an diese Richtlinien halten. Für den Verbraucher empfiehlt es sich, beim Einkauf stets eine der gängigen Gratis-Broschüren mitzuführen, in der die E-Nummern gelistet sind. Abstand zu nehmen ist von Listen, die von anonymen Verfassern stammen und im Internet kursieren - diese enthalten Angaben wie "gesundheitsgefährdend", "bedenklich" oder "krebserregend", die jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren.

E 422: Glycerin

 
 

Hinter der gängigen Bezeichnung Glycerin verbirgt sich der dreiwertige Zuckeralkohol Propan-1,2,3-triol, bei dem es sich um ein Nebenprodukt natürlicher Fette handelt, die eine zentrale Rolle in diversen Stoffwechselprozessen spielen. Nach der Rohgewinnung mithilfe eines chemischen Prozesses wird das Glycerin destilliert und damit veredelt. 

Erstmals bei der Verseifung von Olivenöl wurde Glycerin im Jahr 1779 von dem deutsch-schwedischen Chemiker und Apotheker Carl Wilhelm Scheele gewonnen. 1832 erhielt die Substanz ihren Namen, abgeleitet vom griechischen Wort glykys, was so viel wie "süß" bedeutet. 1854 entwickelte der britische Unternehmer, Chemiker und Pflanzenzüchter George Fergusson Wilson ein Verfahren, um Glycerin industriell zu synthetisieren. 

Rein physikalisch betrachtet stellt der Lebensmittelzusatzstoff, der mit Nummer E 422 gekennzeichnet wurde, eine farb- und geruchlose, süß schmeckende, wasserlösliche, klare und viskose Flüssigkeit dar, die einen hohen Siedepunkt besitzt. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaft, unter den meisten Bedingungen stabil zu bleiben, seiner problemlosen Kompatibilität mit zahlreichen anderen Substanzen sowie der einfachen Verarbeitung wird E 422 in vielen unterschiedlichen Bereichen verwendet. 

E 422 in der Lebensmittelindustrie

 
 

Glycerin findet auch in der Lebensmittelindustrie vielseitige Anwendung, etwa zur Veredlung des Geschmacks, Verbesserung der Konsistenz oder zur Optimierung der Konservierungsmöglichkeit. 

Darüber hinaus fungiert E 422 in einigen Getränken oder Konfekt als Lösungsmittel für die Lebensmittelfarbe und Geschmacksstoffe. In Kuchen, Torten und anderem Gebäck dient Glycerin als Weichmacher und Feuchthaltemittel, ebenso ist es beispielsweise in den Rinden einiger Käsesorten enthalten. 

Ein weiteres sehr bekanntes Anwendungsgebiet ist Kaugummi - in diesem Produkt dient der Lebensmittelzusatzstoff zur Feuchthaltung. E 422 wird außerdem auch noch als Süßungsmittel eingesetzt.

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