Kälte für das KI-Zeitalter: CREMER OleoServ baut Produktion für Kühlflüssigkeit für Rechenzentren auf
„Vor der Herausforderung von heute muss die Kühlung von CPUs in Rechenzentren und damit auch die Produktion von Kühlflüssigkeiten neu gedacht werden“, sagt Andreas Tänzer, Werksleiter bei CREMER OleoServ. „Produktionskapazitäten müssen schnell aufgebaut, Prozesse unter realen Bedingungen getestet und kurzfristig auf große Mengen hochskaliert werden. Gefragt war eine pragmatische Lösung für eine technisch und organisatorisch komplexe Aufgabe, bei der man auch um die Ecke denken musste. Einer solchen Aufgabe stellen wir uns gern.“
Größte Herausforderung: die enge und präzise Taktung
Parallel zur regulären Produktion sollte CREMER OleoServ innerhalb kurzer Zeit in Kampagnen monatlich bis zu 1.000 Tonnen Kühlflüssigkeit herstellen. Das entsprach etwa einer Verdreifachung der gewohnten Output-Rate. Andreas Tänzer: „Die größte Herausforderung war die enge und exakte Taktung aller Produktionsschritte, mit der wir den gewünschten Output im Drei-Schicht-Betrieb am Ende gewährleisten konnten. Das erfordert ein präzise berechnetes Zeitenmodell für sämtliche Schritte des Produktions- und Logistik-Prozesses:
- Anlieferung von Materialien und Leerverpackungen, Wareneingangskontrollen
- Beschicken der Mischer, Mischung
- Beprobung, Qualitätskontrolle, Freigabe und Überführung in Lagertanks
- Abfüllung, Etikettierung und Abholung der fertigen Ware
Für jeden einzelnen Produktionsschritt wurde minutiös festgelegt, wie viel Zeit benötigt wird, wann Material, Personal und Equipment verfügbar sein müssen und wie die einzelnen Chargen durch das Werk laufen. Auch die externen Projektpartner (Lieferanten, Transporteure, Labore...) sind eingebunden und gefordert, in den Kampagnenzeiträumen ausreichend Geräte und Personal vorzuhalten.
Vom Zeitenmodell in die Praxis
Auf das Modell folgten unzählige Tests, um zu sehen, wie das theoretisch entwickelte Verfahren in der Praxis erreicht und optimiert werden kann. Vorteil von CREMER OleoServ: Der Status aller Chargen ist jederzeit digital direkt im Werk nachvollziehbar. Dabei zeigte sich beispielsweise, dass für den schnellen Abtransport der fertigen Ware eine zusätzliche Laderampe benötigt wurde. CREMER OleoServ reagierte kurzfristig und baute die Rampe eigens für die Anforderungen des Projektes.
Auch der Drei-Schicht-Betrieb wurde speziell für dieses Projekt eingeführt. Externe Mitarbeitende unterstützen dabei die bestehenden Teams. Sie wurden intensiv in die jeweiligen Abläufe eingearbeitet, denn besonders in eng getakteten Produktionskampagnen müssen sich alle Beteiligten jederzeit aufeinander verlassen.
Ein so verdichtetes Arbeiten ist nur möglich mit einem guten Team, das der engen Taktung vertraut.
Die kurzen Entscheidungswege am vergleichsweise kleinen Standort waren ein wichtiger Vorteil für den Erfolg des Projektes. Probleme konnten direkt vor Ort besprochen und gelöst werden. Produktion, Planung, Qualitäts-Sicherung, Logistik und externe Partner arbeiteten eng zusammen.
Innerhalb weniger Monate entwickelte, testete und optimierte CREMER OleoServ so den vollständigen Produktionsablauf und überführte ihn in den Live-Betrieb. Aus einer anspruchsvollen Aufgabenstellung wurde ein belastbarer Prozess für die Herstellung großer Mengen Kühlflüssigkeit.