Glycerin

Glycerin (auch Glyzerin) ist der Trivialname und die gebräuchliche Bezeichnung von Propan-1,2,3-triol. Glycerin ist ein Zuckeralkohol und der einfachste dreiwertige Alkohol, ein Triol. Der Name Glycerol wurde eingeführt, da er die korrekte Endung -ol für einen Alkohol besitzt (die Endung -in steht für Alkine oder Amine).

Glycerin ist ein Nebenprodukt verseifter, hydrolysierter oder umgeesterter Fette und Öle. Nach der Gewinnung im Rohzustand wird es mittels Destillation veredelt.
Physikalisch betrachtet ist Glycerin eine wasserlösliche, klare, farb- und geruchslose, süß schmeckende und viskose Flüssigkeit mit einem hohen Siedepunkt. Chemisch gesehen ist Glycerin ein dreiwertiger Alkohol, der zur Reaktion gebracht werden kann und doch unter den meisten Bedingungen stabil ist. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Eigenschaften, seiner guten Kompatibilität mit vielen anderen Substanzen und der leichten Verarbeitung, findet Glycerin in vielen Bereichen Anwendung.

Ob in Kosmetika, Arzneimitteln und Pharmazeutika, Nahrungsmitteln oder im technischen Bereich eingesetzt, Glycerin ist ein äußerst nützlicher und vielseitiger Rohstoff.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Name:

Anderer Name: 

Strukturformel

Summenformel:

CAS-Nummer:

Molare Masse:

Aggregatzustand:

Farbe:

Geruch:

ph-Wert:

Dichte:

  • geruchlos
  • neutral
  • 1,26 g·cm−3 (20 °C)

Schmelzpunkt:

Siedepunkt / Zersetzungstemperatur:

Flammpunkt:

  • 18°C
  • 290°C 
  • 199°C

Selbstentzündlichkeit:

Explosionsgefahr:

  • 400°C
  • Das Produkt ist nicht explosionsgefährlich, jedoch ist die Bildung explosionsgefährlicher Dampf-/Luftgemische möglich.

Löslichkeit in / Mischbarkeit mit Wasser:

  • vollständig mischbar

Gewinnung und Herkunft

Es gibt zwei zu unterscheidende Arten von Glycerin: pflanzliches und petrochemisches Glycerin. Der petrochemische Produktionsprozess findet heutzutage nur noch selten Anwendung. Die Grundbasis der Herstellung für Glyzerin sind pflanzliche Öle, sogenannte Triglyzeride.

Pflanzliches Glyzerin wird heutzutage großtechnisch mit drei etablierten Verfahren hergestellt. Wichtig ist, dass es als Nebenprodukt einer Reaktion als sogenanntes Kuppelprodukt anfällt.

  • Verseifung - für die Seifenherstellung
  • Hydrolytische Spaltung – Fettsäure Produktion
  • Veresterung – Biodiesel

Verwendung

Kosmetik

Dank seiner Unbedenklichkeit für Gesundheit und Umwelt und aufgrund seiner Hautverträglich- und Geruchslosigkeit kommt Glyzerin sowohl als Feuchthaltemittel als auch Weichmacher (Emollient) in Kosmetika, Körperpflegemitteln und Haushaltsprodukten zum Einsatz.

In Cremes wird Glycerin als feuchtigkeitsspendende Komponente verarbeitet. Es unterstützt ebenfalls die Pflege der Haut und gleichzeitig verhindert es das Austrocknen der Creme. Da Glycerin ebenfalls geruchlos ist, bildet es eine gute Grundlage für die Parfümierbarkeit und wird als Substanzträger in Körper sowie Haarpflegemittel eingesetzt.

Ein großer Anwendungsbereich der Kosmetik ist z.B. die Herstellung von Zahnpasta. Hier wird Glycerin eingesetzt um den Geschmack zu verbessern, das Austrocknen zu verhindern und Glanz zu verleihen. Eine Zahncreme kann 20-30% Glycerin enthalten.

Lebensmittel

Auch in Nahrungsmitteln und Getränken sind die Anwendungsgebiete von Glycerin vielseitig: Als Konservierungsstoff, Konsistenz- und Geschmacksverbesserer eingesetzt, wirkt es in Getränken und Konfekt als Lösungsmittel für Geschmacksstoffe und Lebensmittelfarbe; 

in Süßigkeiten, Kuchen, Pralinenhüllen, Fleischpellen und Käserinden dient es als Feuchthaltemittel und Weichmacher.

Pharma

Glycerin ist einer der meist verwendeten Inhaltsstoffe für Arzneimittel und Pharmazeutika. Es dient als Lösemittel, Feuchtigkeitsspender, Feuchthaltemittel und Konsistenzgeber in medizinischen Tinkturen, Heilmitteln und Salben.

Weitere bekannte Anwendungen sind Gurgelmittel, Hustenmittel, Kapseln, Pastillen, Zäpfchen, Narkosemittel und Hilfsmittel für Antibiotika und Antiseptika.

Tierfutter

Des Weiteren profitiert die Tiernahrung von den Vorzügen des Glycerins: Es wird in Trockenfutter verwendet, um Feuchtigkeit zu speichern und die Schmackhaftigkeit zu verbessern. 

In der Veterinärmedizin dient Glycerin als Glucosequelle bei Rinderketose.

Technik

Glycerin wird in der Technik unter anderem eingesetzt um Frostschutzmittel herzustellen. Raffinat Glycerine 99,5% hat ein Erstarrungspunkt von +18°C. Bei einer Konzentration von 66,7% in Wasser gemischt liegt der Erstarrungspunkt bei -46°C.

Diese Eigenschaft ist hervorragend um Glycerine als Gefrierschutzmittel in Formulierungen einzusetzen. Als chemischer Alkohol wird Glycerin auch in vielen Reaktionen benötigt um andere Chemikalien herzustellen. Die Anwendungen sind hier sehr vielseitig. 

Typischerweise wird Glycerin ebenfalls zur Herstellung von Alkydharzen eingesetzt. Weitere technische Anwendungen sind die Papierherstellung und Textilherstellung sowie Schmiermittel.

Glycerin-Portfolio

  • Rohglycerin 80,0%
  • CremerGLYC 86,5%
  • CremerGLYC 99,5%
  • CremerGLYC 99,7%
  • CremerGLYC 99,8%
  • CremerGLYC 99,9%
  • CremerGLYC 99,5%  auf Basis von 100% Raps
  • CremerGLYC 99,5% RSPO /MB
  • CremerGLYC 
    Bio
  • CremerGLYC 
    Bio RSPO/IP
  • Weitere Qualitäten auf Anfrage

Spezifikation:

Form: 

Verpackung:

Qualitäten:

  • Ph.Eur, USP, E422, JP, BP, DAB
  • flüssig
  • Bulk, Iso-Container, Flexi-Bags, IBC's, Drums, Cans
  • Kosher, Kosher Passover, Halal, ISO 22000, GMP+ / QS, IPEC, HACCP, ECOCERT, RSPO

Unseren CREMER-GLYC-Flyer können Sie im Downloadcenter herunterladen

Ihr Ansprechpartner

Roberto Echeverría Botero 

Product Manager 
Telefon: +49 (0) 40 / 3 20 11 - 338
Telefax: +49 (0) 40 / 3 20 11 - 426
E-Mail schreiben